Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfen Sie, ob Ihr Wechselrichter eine Offgrid-/Notstromfunktion (Grid-forming) unterstützt; sonst ist keine sichere Inselbildung möglich. Nach aktuellen Marktzahlen (2025) bieten viele Hersteller diese Option an.
  • Planen Sie für ein Einfamilienhaus typischerweise 4–10 kWp PV und 5–15 kWh Batteriespeicher; ein kombinierter Aufbau kostet nach aktuellen Marktzahlen (2025) oft €8.000–€18.000 installiert.
  • Für wirklich unterbrechungsfreie Versorgung achten Sie auf Umschaltzeiten <20 ms (für empfindliche Elektronik) oder konfigurieren Sie eine getrennte Notstromverteilung.

Was Sie wissen sollten

  • Verbrauch und Einspeisung: Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht ca. 3.500 kWh/Jahr. Bei einem Strompreis von rund €0,40/kWh (2025) ersetzt jede selbstgenutzte kWh diesen Preis an Netzbezug. Nach aktuellen Marktzahlen erhöhen Speicher die Eigenverbrauchsquote typischerweise von ~30% auf 50–70%.
  • Kosten und Lebensdauer: PV-Module werden nach aktuellen Marktzahlen (2025) oft mit €1.200–1.800 pro kWp installiert, Batteriespeicher kosten etwa €600–900 pro kWh installiert. Batterien haben typischerweise 8–15 Jahre Garantie bzw. 3.000–8.000 Zyklen.
  • Rechtliches und Sicherheit: Jede Anlage muss von einem zertifizierten Elektroinstallateur angeschlossen und beim Netzbetreiber gemeldet werden. Für Notstrombetrieb gelten zusätzliche Vorgaben zur Schutzwirkung gegen Rückspeisung in das Netz (Anti-Islanding) und zur Absicherung der Hausinstallation.

So sparen Sie konkret

  1. Systemgröße sinnvoll wählen: Berechnen Sie Ihren Verbrauch und dimensionieren Sie PV und Batterie so, dass 40–70% des Eigenverbrauchs durch die Kombination abgedeckt werden. Beispielrechnung: Bei 3.500 kWh/Jahr und 50% Deckung sparen Sie 1.750 kWh × €0,40 = €700/Jahr. Bei Anlagekosten von €16.000 entspricht das einer einfachen Amortisation von ~23 Jahren (nach aktuellen Marktzahlen, 2025).
  2. Notstromfähigkeit prüfen: Fragen Sie nach Grid-forming/Inselbildungs-Funktion des Wechselrichters und nach einer automatischen Umschaltvorrichtung. Für empfindliche Geräte sollten Umschaltzeiten <20 ms sein; für weniger kritische Lasten sind auch 100–200 ms tolerierbar.
  3. Kritische Verbraucher priorisieren: Legen Sie eine Notstrom-Leitung oder einen separaten Sicherungskreis an (z. B. Kühlschrank, Heizungspumpe, Router). So reicht oft eine kleinere Batterie (z. B. 3–6 kWh für kritische Lasten) und reduziert Kosten.
  4. Förderung und Finanzierung prüfen: Lokale Zuschüsse können einige hundert bis mehrere tausend Euro betragen (je nach Kommune/Land, nach aktuellen Förderangeboten 2025). Vergleichen Sie Angebote und prüfen Sie Leasing- oder Batterie-Contracting-Modelle.
  5. Wartung und Versicherungen: Planen Sie jährliche Sichtkontrollen und Service; Batteriesysteme sollten in Versicherungs- und Brandschutzkonzepten berücksichtigt werden.

Fazit

Für eine verlässliche Stromausfallvorsorge mit PV und Speicher sollten Verbraucher auf einen grid-forming-fähigen Wechselrichter, eine automatische Umschaltvorrichtung und eine gezielte Notstrom-Verteilung achten. Wirtschaftlich lohnt sich ein größerer Speicher oft erst bei hohem Eigenverbrauch oder wenn Fördermittel greifen; rein aus Gründen der Versorgungssicherheit können kleinere, gezielt dimensionierte Notstromkreise deutlich günstiger sein. Holen Sie stets ein schriftliches Angebot ein, lassen Sie die Anlage von einem zertifizierten Elektriker planen und prüfen Sie aktuelle Förderprogramme (Stand 2025) sowie die Bedingungen Ihres Netzbetreibers.