Das Wichtigste in Kürze

  • PV-Anlage mit Batteriespeicher kann Haushalte während Netzstörungen teilweise autark versorgen. Investitionskosten liegen aktuell zwischen 3.000 und 12.000 €, abhängig von Systemgröße und Speicher.
  • Typische Haushaltsgrößen: 4 kWp PV erzeugen etwa 3.200–4.000 kWh/Jahr (je nach Standort). Übliche Batteriespeicher haben 6–13,5 kWh nutzbare Kapazität.
  • Für echte Notstromfähigkeit ist eine hybridfähige Anlage mit Umschalt-/Inselbetrieb nötig; reine Netz-parallele Anlagen schalten bei Netzausfall ab.

Was Sie wissen sollten

  • Ertrag und Selbstversorgung: Ein 4 kWp-System liefert in Deutschland je nach Region rund 800–1.000 kWh/kWp/Jahr; das entspricht ca. 3.200–4.000 kWh/Jahr. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr kann so ein System einen Großteil des Jahresstrombedarfs decken.
  • Speichergröße und Backup-Dauer: Ein 10 kWh Speicher hat in der Praxis 8–9 kWh nutzbare Energie. Bei einem kritischen Lastbedarf von 1,5 kW (Kühlschrank, Router, Licht) reicht das rund 5–6 Stunden. Für Notstrom über 24 Stunden benötigen Sie mehrere 10 kWh oder ein zusätzliches Notstromaggregat.
  • Komponenten und Funktionen: Notstromfähigkeit erfordert einen Hybridwechselrichter oder einen zusätzlichen Inselwechselrichter, eine Umschaltlogik und getrennte Sicherungsgruppen für kritische Verbraucher (Notstromkreis).
  • Lebensdauer und Leistungen: PV-Module werden oft mit Leistungsgarantien für 25 Jahre angegeben; Wechselrichter meist 10–15 Jahre. Batteriespeicher haben häufig eine Garantie auf Nutzkapazität von ca. 60–70% nach 10 Jahren.
  • Kostenrahmen: Kleine PV-Systeme (3–5 kWp) ohne Speicher: ca. 3.000–6.000 €. Batteriespeicher (6–13,5 kWh) kosten zusätzlich ca. 3.000–9.000 €. Komplettsysteme erreichen somit 6.000–15.000 €; viele Haushalte liegen im Bereich 6.000–12.000 €.

So sparen Sie konkret

  1. Richtig dimensionieren: Ermitteln Sie Ihren Jahresverbrauch (kWh/Jahr). Für 3.000–4.000 kWh/Jahr ist eine 3–5 kWp-Anlage plus 6–10 kWh Speicher oft kosteneffizient.
  2. Notstromkreis einplanen: Legen Sie 4–8 besonders wichtige Verbraucher fest (Kühlschrank, Heizungspumpe, Router, Licht). Diese werden über einen separaten Notstromkreis versorgt; so verringert sich der benötigte Speicher deutlich.
  3. Eigenverbrauch erhöhen: Verwenden Sie Überschussladen (z. B. Warmwasserbereitung tagsüber). Jede selbstgenutzte kWh spart beim Strompreis von ca. 0,35–0,45 € entsprechend.
  4. Förderung prüfen: Staatliche Förderprogramme und Kredite können Anschaffungskosten senken. Zuschüsse oder günstige Kredite reduzieren die Eigenkosten oft um mehrere hundert bis tausend Euro.
  5. Kosten-Nutzen rechnen: Beispielrechnung: 4 kWp PV + 10 kWh Speicher kostet ca. 8.000 €. Bei Eigenverbrauchssteigerung von 30% und Strompreis 0,40 €/kWh sparen Sie ca. 800–1.000 €/Jahr; Amortisation: 8–12 Jahre.
  6. Wartung & Austausch berücksichtigen: Wechselrichtertausch nach 10–15 Jahren, Batterieergänzung oder -tausch nach 10–15 Jahren einplanen.

Fazit

PV-Anlage plus Batteriespeicher kann eine praktikable Notstromlösung sein, wenn Systemgröße, Notstromkreis und Hybridtechnik gezielt geplant werden. Investitionskosten liegen je nach Ausstattung zwischen ca. 3.000 und 12.000 €; die wirtschaftliche Amortisation beträgt häufig 8–15 Jahre. Für kurze Netzunterbrechungen (Stunden bis wenige Tage) reichen 6–13,5 kWh-Speicher kombiniert mit einem klar definierten Notstromkreis. Längere Ausfälle erfordern größere Speicher oder Zusatzlösungen wie Aggregat oder Brennstoffzelle.