Das Wichtigste in Kürze

  • Eine typische Dach-PV-Anlage in Deutschland erzielt nach aktuellen Marktzahlen (Stand 2025) rund 800–1.000 kWh/kWp pro Jahr (regional unterschiedlich).
  • Haushaltsstrompreise liegen aktuell bei etwa 0,35–0,45 €/kWh; jede kWh Eigenverbrauch spart diesen Betrag.
  • Beispielrechnung: Eine 6 kWp-Anlage mit 900 kWh/kWp liefert ca. 5.400 kWh/Jahr. Bei 40% Eigenverbrauch und 0,40 €/kWh sparen Sie rund 864 €/Jahr; mit Einspeiseerlösen für Überschuss (~0,06–0,09 €/kWh) steigt der Gesamtnutzen.
  • Typische Amortisationszeiträume liegen nach Marktzahlen meist zwischen 5 und 12 Jahren, je nach Investitionskosten, Strompreis und Eigenverbrauchsanteil.

Was Sie wissen sollten

  • Ertrag pro kWp: In Deutschland variiert der Jahresertrag stark nach Standort: Norddeutschland eher gegen 800 kWh/kWp, sonnigere Regionen bis 1.000 kWh/kWp oder mehr. Diese Angaben basieren auf aktuellen Auswertungen deutscher Forschungsinstitute und Energiebehörden (Stand 2025).
  • Investitionskosten: Kleine bis mittlere Dachanlagen (3–10 kWp) kosten nach aktuellen Marktzahlen typischerweise zwischen ca. 1.200 € und 2.000 € pro kWp inklusive Montage, je nach Anbieter und Komponentenqualität. Eine 6 kWp-Anlage liegt damit oft zwischen 7.200 € und 12.000 €.
  • Betriebskosten und Lebensdauer: Solarmodule haben eine Garantie von 25–30 Jahren; Wechselrichter sind nach 10–15 Jahren zu erwarten (Wechselrichterkosten ca. 1.000–2.500 €). Wartungskosten sind gering, Reinigung und jährliche Sichtprüfung genügen meist.
  • Förderungen und Regelungen: Es gibt regionale Förderprogramme und steuerliche Regelungen; Einspeisevergütungen für Überschuss sind deutlich unter dem Haushaltsstrompreis und liegen häufig bei 0,06–0,09 €/kWh (marktbasierte Werte, Stand 2025).

So sparen Sie konkret

  1. Berechnen Sie den Ertrag: Multiplizieren Sie die Anlagenleistung (kWp) mit dem regionalen Ertrag (kWh/kWp). Beispiel: 6 kWp × 900 kWh/kWp = 5.400 kWh/Jahr.
  2. Ermitteln Sie den Eigenverbrauch: Ohne Batterie liegen typische Eigenverbrauchsanteile bei 25–45%. Beispiel 40%: 5.400 kWh × 0.40 = 2.160 kWh Eigenverbrauch.
  3. Rechnen Sie die Ersparnis: Eigenverbrauch × Strompreis. Beispiel: 2.160 kWh × 0,40 €/kWh = 864 €/Jahr.
  4. Berücksichtigen Sie Einspeiseerlöse: Überschuss (5.400 − 2.160 = 3.240 kWh) × 0,07 €/kWh ≈ 227 €/Jahr. Gesamtnutzen ≈ 1.091 €/Jahr.
  5. Amortisation: Investition geteilt durch jährlichen Nutzen. Beispiel: 10.000 € / 1.091 €/Jahr ≈ 9,2 Jahre. Das ergibt eine realistische Spanne von 5–12 Jahren, abhängig von Preisentwicklung und Eigenverbrauch.
  6. Mit Batterie erhöhen: Ein 5 kWh-Heimspeicher (Anschaffung 3.000–5.000 €) kann den Eigenverbrauch auf 60–80% steigern. Rechnen Sie durch, ob die zusätzlichen Investitionskosten die verkürzte Amortisation rechtfertigen.
  7. Optimieren Sie Verbrauchszeiten: Konsumieren Sie Strom tagsüber (Waschmaschine, Laden von E-Auto) – so erhöhen Sie den direkten Wert der erzeugten kWh.

Fazit

PV-Anlagen rechnen sich für viele Haushalte in Deutschland, wenn Standort, Anlagenkosten und Eigenverbrauch stimmen. Nach aktuellen Marktzahlen (Stand 2025) erzeugen Anlagen meist 800–1.000 kWh/kWp jährlich; bei Strompreisen um 0,35–0,45 €/kWh und Investitionen im Bereich von etwa 1.200–2.000 €/kWp ergeben sich Amortisationszeiten häufig zwischen 5 und 12 Jahren. Berechnen Sie konkret: kWp × Ertrag (kWh/kWp) → Eigenverbrauchsanteil → Ersparnis (€/Jahr) → Investitionskosten / Ersparnis = Jahre bis zur Amortisation. Berücksichtigen Sie Wartung, Wechselrichterersatz und mögliche Förderungen, um die Rendite realistisch zu planen.