Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Heimspeicher kann den Eigenverbrauch einer Photovoltaik-Anlage deutlich erhöhen und zusätzliche Stromkosten sparen. Nach aktuellen Marktzahlen 2025 liegen Installationskosten bei etwa 700–1.000 €/kWh Speicherkapazität.
  • Typische Wirkungsgrade liegen um 85–95 % (Roundtrip). Batterie-Lebensdauern werden mit 10–15 Jahren bzw. 4.000–6.000 Zyklen angegeben.
  • Ob sich ein Speicher rechnet, hängt von Ihrem Strompreis (ca. 0,40 €/kWh je nach Tarif 2025), der PV-Erzeugung, Ihrem Verbrauchsprofil und möglichen Förderungen ab.

Was Sie wissen sollten

  • Grundprinzip: Ein Heimspeicher lädt tagsüber aus der PV-Anlage und liefert abends/nachts Strom. Dadurch steigt der Anteil des selbstgenutzten Solarstroms.
  • Typische Kennzahlen: Kleine bis mittlere Haushalte wählen Speicher mit 5–13 kWh nutzbarer Kapazität. Ein 6 kWp-PV-System erzeugt in Deutschland je nach Region etwa 900 kWh/kWp jährlich; das wären rund 5.400 kWh/Jahr bei 6 kWp (nach aktuellen Marktzahlen 2025).
  • Eigenverbrauchsquote: Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote oft bei 20–40 %. Mit Speicher kann sie auf 60–80 % steigen — die genaue Verbesserung hängt von Verbrauchszeitpunkten und Speichergröße ab.
  • Backup-Funktion: Für Notstrom werden üblicherweise separate Anschlüsse bzw. Umschalttechnik benötigt. Ein 5 kWh nutzbarer Speicher kann z. B. einen 500 W-Essentials-Laststrom etwa 10 Stunden versorgen (Formel: nutzbare kWh ÷ Last in kW = Stunden).
  • Kosten und Lebensdauer: Nach aktuellen Preisen 2025 kostet ein 10 kWh-System typischerweise 7.000–10.000 € installiert. Berücksichtigen Sie Batteriedegradation: nutzbare Kapazität sinkt über Jahre, was die effektiven Einsparungen reduziert.

So sparen Sie konkret

  1. Ermitteln Sie Ihren Bedarf: Prüfen Sie Jahresverbrauch in kWh (z. B. 3.000–5.000 kWh/Jahr für viele Haushalte) und PV-Erzeugung. Nutzen Sie den Jahresverbrauch und die erwartete PV-Erzeugung, um die mögliche Eigenverbrauchssteigerung zu schätzen.
  2. Machen Sie eine Beispielrechnung: Angenommen: Haushalt mit 4.000 kWh/Jahr Verbrauch, 6 kWp PV mit 5.400 kWh/Jahr Erzeugung, Strompreis 0,40 €/kWh. Ohne Speicher wird vielleicht 30 % der PV (1.620 kWh) selbst genutzt; mit Speicher 70 % (3.780 kWh). Zusätzlicher Eigenverbrauch = 2.160 kWh → Ersparnis = 2.160 kWh × 0,40 €/kWh = 864 €/Jahr.
  3. Vergleichen Sie Kosten und Amortisation: Bei Speicherkosten von 8.000 € beträgt die einfache Amortisationszeit ~9,3 Jahre (8.000 € ÷ 864 €/Jahr). Rechnen Sie realistisch: berücksichtigen Sie Wirkungsgrad (z. B. 90 %), Batterie-Degradation und mögliche Wartungskosten.
  4. Bewerten Sie Backup-Wert: Wenn Ihnen Notstrom wichtig ist, kalkulieren Sie die benötigte nutzbare Kapazität und Abschaltauswahl (nur Essentielles). Beispiel: Für Kühlschrank (durchschnittlich 200–400 W im Betrieb) und Router sind 5–10 kWh oft ausreichend für mehrere Stunden bis einen Tag.
  5. Prüfen Sie Förderungen und Tarife: Viele Kommunen und Bundesländer bieten Zuschüsse oder Steuerregeln. Auch zeitvariable Stromtarife können die Nutzung optimieren. Prüfen Sie lokale Programme, da Beträge und Bedingungen 2025 variieren.

Fazit

Ein Heimspeicher kann sowohl die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen als auch als Notstromreserve dienen. Ob sich die Investition rechnet, hängt von Ihrem Strompreis (rund 0,40 €/kWh 2025), der PV-Anlagengröße, Ihrem Verbrauchsprofil und den Anschaffungskosten (ca. 700–1.000 €/kWh) ab. Nutzen Sie eine konkrete Beispielrechnung mit Ihren kWh-Werten und prüfen Sie lokale Fördermöglichkeiten sowie die gewünschte Backup-Dauer, bevor Sie investieren.