Das Wichtigste in Kürze

Ein Heimspeicher kann die Eigenverbrauchsquote einer Photovoltaik-Anlage deutlich erhöhen und so Stromkosten sparen. Nach aktuellen Marktzahlen liegen typische Anschaffungskosten bei etwa 600–1.200 €/kWh inklusive Installation. Bei einem Strompreis von rund 0,40 €/kWh amortisiert sich ein Speicher je nach System, Verbrauch und Förderung oft in etwa 6–12 Jahren. Für die Notstromversorgung liefert ein 5 kWh-Speicher bei 2 kW Last rund 2,5 Stunden (5 kWh ÷ 2 kW). Förderungen von Bund und Ländern können den Kaufpreis um mehrere hundert bis über 2.000 € reduzieren; prüfen Sie BAFA-, KfW- und Landesprogramme.

Was Sie wissen sollten

  • Kosten pro kWh: Nach aktuellen Marktzahlen 600–1.200 €/kWh installierte Kapazität; ein typischer Haushalt kauft 5–10 kWh-Systeme (3.000–12.000 € brutto vor Förderung).
  • Strompreis-Ersparnis: Durchschnittlicher Haushaltsstrompreis ca. 0,40 €/kWh (2025); jede eingesparte kWh statt Netzbezug spart diesen Betrag.
  • Amortisation: Typische Amortisationszeiten liegen nach Marktdaten zwischen 6 und 12 Jahren, abhängig von Eigenverbrauchssteigerung und Förderungen.
  • Lebensdauer und Garantie: Viele Hersteller geben 10 Jahre Garantie oder 6.000–10.000 Ladezyklen; Restkapazität nach 10 Jahren liegt oft bei 60–80%.
  • Backup-Funktion: Ein Speicher mit 5 kWh bringt bei moderater Last (1 kW) rund 4–5 Stunden Notstrom; bei 2 kW sinkt die Dauer auf etwa 2–3 Stunden.

So sparen Sie konkret

  1. Systemgröße wählen: Wählen Sie Speichergrößen passend zur PV-Leistung und Ihrem Verbrauch. Beispiel: Eine 6-kWp-PV-Anlage erzeugt in Deutschland rund 5.500 kWh/Jahr. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch oft bei ~30% (≈1.650 kWh). Mit einem 5 kWh-Speicher ist eine Eigenverbrauchsquote von ca. 60% (≈3.300 kWh) erreichbar — das sind zusätzlich 1.650 kWh selbst genutzter Strom.
  2. Einsparungsrechnung: Zusätzliche 1.650 kWh × 0,40 €/kWh = 660 €/Jahr eingesparte Stromkosten. Kosten des 5 kWh-Speichers (angenommen 900 €/kWh) = 4.500 €. Ohne Förderung: Amortisation ≈ 4.500 € ÷ 660 €/Jahr ≈ 6,8 Jahre. Mit Förderungen (z. B. 1.000 €) reduziert sich die Amortisation auf ≈5,5 Jahre. Diese Rechnung ist ein Beispiel; reale Werte variieren.
  3. Nutzungsverhalten anpassen: Verschieben Sie Waschmaschine, Trockner und Elektroauto-Ladevorgänge in die PV-Hochlastzeiten oder auf Zeiten, wenn der Speicher geladen ist. Intelligente Steuerung erhöht die Nutzungsrate und reduziert die Amortisationszeit.
  4. Tarife und Eigenverbrauchsoptimierung: Prüfen Sie zeitvariable Tarife oder die Möglichkeit, überschüssigen Strom zu verkaufen. Erhöht sich der Eigenverbrauch um 10–20 %, sinkt die Amortisationszeit deutlich.
  5. Wartung und Verluste beachten: Speicher haben Lade-Wirkungsgrade von rund 90–95% pro Zyklus; Standby-Verluste sind gering, aber zu berücksichtigen. Planen Sie Wartungskosten und Austausch nach 10–15 Jahren mit ein.

Fazit

Ein Heimspeicher kann sich für PV-Besitzer schnell rechnen, wenn die Anlage ausreichend Strom erzeugt, der Haushalt einen hohen Eigenverbrauch hat und Förderungen genutzt werden. Entscheidende Faktoren sind Anschaffungskosten (600–1.200 €/kWh nach aktuellen Marktzahlen), Haushaltsstrompreis (ca. 0,40 €/kWh), Speichergröße und Nutzungskonzept. Für Haushalte ohne PV reduziert sich der wirtschaftliche Nutzen; als reine Notstromlösung sind kleinere Systeme möglich, liefern aber nur begrenzte Laufzeiten. Prüfen Sie konkrete Förderprogramme (BAFA, KfW, Landesförderungen), lassen Sie mehrere Angebote erstellen und rechnen Sie mit realistischen Verbrauchsprofilen, um die persönliche Amortisationszeit zu ermitteln.