Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfen Sie Förderbedingungen vor Auftrag: Viele Programme verlangen Antrag vor Maßnahmenbeginn.
  • Meldepflichten beachten: Registrierung in zentralen Registern und Netzbetreiber-Anmeldung sind meist Pflicht.
  • Konkrete Kosten/Zahlen: PV-Ertrag ca. 800–1.000 kWh/kWp/Jahr; Haushaltsstrom aktuell ca. 0,40 €/kWh. 1 kWp kostet ca. 1.200–2.000 €.

Was Sie wissen sollten

  • Antrag vor Beginn: Förderprogramme verlangen in der Regel, dass der Antrag gestellt bzw. die Förderzusage vor Vertragsabschluss oder vorheriger Lieferung/Installation vorliegt. Bearbeitungszeiten liegen häufig zwischen 4 und 12 Wochen.
  • Meldepflichten: Elektrische Erzeugungs- und Speichersysteme müssen in zentralen Registern eingetragen werden und der Netzbetreiber ist vor Inbetriebnahme zu informieren. Gesetzliche Schwellenwerte für besondere Messtechnik liegen bei etwa 6.000 kWh Jahresverbrauch bzw. Erzeugungsleistung ab ca. 7 kW (nach aktuellen Regelungen).
  • Wirtschaftlichkeit grob: Ein 5 kWp-PV-System liefert je nach Region etwa 4.000–5.000 kWh/Jahr (bei 800–1.000 kWh/kWp). Bei einem Strompreis von rund 0,40 €/kWh entspricht das potenziell 1.600–2.000 € Eigenverbrauchswert pro Jahr. Investitionskosten: 1 kWp ca. 1.200–2.000 €, dementsprechend 5 kWp ca. 6.000–10.000 €; Heimspeicher 1 kWh Speicherkapazität ca. 500–900 €, also 5 kWh rund 3.000–4.500 €.

So sparen Sie konkret

  1. Früh prüfen: Recherchieren Sie Förderprogramme und stellen Sie Anträge vor Vertragsabschluss. Kalkulieren Sie Bearbeitungszeit 4–12 Wochen ein.
  2. Kosten realistisch ansetzen: Nutzen Sie die Faustregel 1 kWp = 1.200–2.000 €; planen Sie außerdem 500–900 €/kWh für Batteriespeicher ein. Holen Sie mindestens drei Angebote ein.
  3. Meldepflichten abarbeiten: Registrieren Sie Ihre Anlage im zentralen Register und melden Sie die Anlage dem Netzbetreiber rechtzeitig vor Inbetriebnahme. Bewahren Sie Registrierungsbestätigungen für Förderanträge auf.
  4. Fördervoraussetzungen erfüllen: Manche Zuschüsse verlangen Energieausweis, Handwerkerrechnungen oder Fachunternehmerbestätigung. Legen Sie Energiebedarf, Sanierungsnachweise und Zahlungsnachweise bereit.
  5. Selbstverbrauch erhöhen: Investieren Sie in einfache Maßnahmen: zeitversetzte Waschmaschine/Spülmaschine, Ladezeiten für E-Auto auf PV-Produktionszeiten, Nacht-/Tagesoptimierung über einfache Steuerungen. Jede kWh Eigenverbrauch ersetzt Stromkauf zu ca. 0,40 €/kWh.
  6. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Rechnen Sie mit konservativen Erträgen von 800 kWh/kWp und einem Eigenverbrauchsanteil von 30–60 %. Beispiel: 5 kWp × 800 kWh/kWp = 4.000 kWh; bei 40 % Eigenverbrauch sind das 1.600 kWh × 0,40 €/kWh ≈ 640 € direkte Einsparung pro Jahr ohne Einspeisevergütung.
  7. Förderkombination prüfen: Manche Programme können kombiniert werden (z. B. Zuschuss + zinsgünstiges Darlehen). Achten Sie auf Kombinationshinweise in den Programmbedingungen und auf Reihenfolge der Antragsstellung.
  8. Dokumente bereitstellen: Bereiten Sie Angebote, Personendaten, Kontoangaben, Lageplan, Energieausweis und Fotos vor. Das beschleunigt Auszahlung und Meldungen.

Fazit

Neue Förder- und Meldebedingungen verlangen sorgfältige Planung: Antrag vor Baubeginn, rechtzeitige Anmeldung bei Netzbetreiber und Register sowie vollständige Dokumentation. Mit realistischen Zahlen (1 kWp ≈ 1.200–2.000 €, Ertrag 800–1.000 kWh/kWp/Jahr, Strompreis ≈ 0,40 €/kWh) und einer klaren Checkliste reduzieren Sie Verzögerungen, nutzen Zuschüsse optimal und erhöhen Ihre Eigenverbrauchsquote für schnellere Amortisation.